2. Dan Prüfungsprogramm (schwarz)

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Mindestalter: 18. Lebensjahr (Jahrgang)

Vorkenntnisse Alle Techniken der bisherigen Ausbildungsstufen (außer Kata) können stichprobenartig geprüft werden.
Wurftechniken
(6 Aktionen)
Sode-tsurikomi-goshi
Yama-arashi
Hikkomi-gaeshi Tawara-gaeshi Morote-gari Obi-otoshi
Bodentechniken
(stichprobenartig, mindestens 20 Aktionen)
2 Varianten der 5 Osae‐komi‐waza 2 Varianten der 7 Kansetzu‐waza 2 Varianten der 7 Shime‐waza
Anwendungsaufgabe Stand / SV
(max. 5 Min. + 20 Aktionen)
  • Demonstration und Erläuterung von technisch/taktischen Handlungen, wenn die eigene Spezialtechnik verhindert wird
  • 6 Wurftechniken aus sinnvollen Situationen beidseitig demonstrieren
  • 5 Finte oder Kombinationen, als Reaktion auf unterschiedliche Handlungen des Gegners
  • 3 Kontertechniken als Folge unterschiedlichen Abwehrverhaltens (Blocken, Übersteigen, Ausweichen)
Anwendungsaufgabe Boden / SV
(9 Aktionen)
  • Erarbeiten von 4 Bodentechniken aus der Standardsituation Rückenlage (Angriff zwischen den Beinen oder von den Beinen her) - je 2 in Unter- und in Oberlage
  • Erarbeiten von 2 Bodentechniken mit Hilfe von Fesselungen in verschiedenen Situationen des Bodenkampfes
  • je ein Abwehrverhalten gegen Halten, Hebeln und Würgen
Übungsformen
  • Nage‐komi Formen, spezielle Uchi‐komi Formen
Theorie
  • Technikeinteilung (Systematisierung – z.B. Go‐kyo, Prinzipien)
  • die Arten des Techniktrainings
Kata
  • Katame-no-kata

 

Lexikon / neue japanische Begriffe

17. Kodokan HüftzugLehrhalle des Weges
18. Sode-tsurikomi-goshi Hebezug Hüftwurf mit Hilde des Ärmels
19. Yama-arashi "Bergsturm" (Handwurf)
20. Hikkomi-gaeshi Zugkippe; hineinziehen in einen Wurf
21. Tawara-gaeshi Reisballen-Wurf
22. Morote-gari Beidhandsicheln
23. Obi-otoshi Gürtelwurf (Handwurf); statt Reversgriff fasst eine Hand in den Gürtel
24. Osae-komi-waza Haltetechnik
25. Kansetzu-waza Hebeltechnik
26. Shime-waza Würgetechnik
27. Nage-komi Wiederholtes Üben (Übungsform)
28. Katame-no-kata Kata der "Grifftechniken"
29. Rensa-no-kata Kata der Verkettung (hier Übergang Stand-Boden)

 

Anwendungsaufgaben der judospezifischen Selbstverteidigung zum 2. Dan

Anwendungsaufgabe Umfang
Redaktionelle Änderung (ab März 2011)

Stand

  • max 5 Min. + 19 Aktionen
  • Demonstration und Erläuterung von technisch/taktischen Handlungen, wenn die
    eigene Spezialtechnik in einer Selbstverteidigungssituation verhindert wird
  • Sechs Wurftechniken aus Selbstverteidigungssituationen beidseitig werfen.
  • Fünf Verkettungen von Atemitechniken in einer Selbstverteidigungssituation anwenden
  • Zwei Verteidigungshandlungen gegen Atemiangriffe als Folge unterschiedlichen
    Abwehrverhaltens (Blocken, Ableiten)
Boden
  • 8 Aktionen
  • Zwei Bodentechniken aus der Standardsituation Rückenlage (Angreifer greift zwischen
    den Beinen oder von den Beinen her an) anwenden 
  • Zwei Bodentechniken aus der Standardsituation Angriff in Reitposition anwenden 
  • Je eine Verteidigungshandlung gegen Atemiangriffe, Halten, Hebeln und Würgen
    demonstrieren

 

Erläuterungen

Anwendungsaufgabe im Stand

Als Ergänzung zur Anwendungsaufgabe des 1. Dan soll der Prüfling weitere technisch/taktische Handlungen erläutern und demonstrieren, die den eigenen Handlungskomplex um die Spezialtechnik in der Selbstverteidigung komplettieren, falls der Angreifer diese verhindert. 

Es sollen sechs frei wählbare Wurftechniken zu beiden Seiten und fünf Verkettungen von Atemitechniken in realtitätsnahen Selbstverteidigungssituationen demonstriert werden. 

Als Verteidigungshandlung gegen Atemiangriffe soll nach der erfolgten Abwehrtechnik ein adäquates weiteres Verteidigungsverhalten demonstriert werden. Es soll jeweils eine Abwehrtechnik aufbauend auf dem Prinzip des Blockens, sowie des Ableitens demonstriert werden. Im Unterschied zum 2. Kyu wir hier besonderen Wert auf das der Abwehrtechnik folgende Verteidigungsverhalten gelegt. Dieses sollte ökonomisch und effizient und dem Angriff angemessen sein.

Anwendungsaufgabe Boden

Bei den Anwendungsaufgaben am Boden sind die grundsätzlichen Verhaltensweisen des Bodenkampfes zu berücksichtigen und mit den taktischen Möglichkeiten der Selbstverteidigung (keine Regeln, schnelles Verlassen der Bodenlage, Atemitechniken, ...) zu kombinieren. Vorzugsweise sollen Kodokan‐Techniken mit
selbstverteidigungsspezifischen Modifikationen angewandt werden. Es können aber auch andere Verteidigungshandlungen (abhängig vom jeweiligen Angriff) demonstriert werden. 

Es sind zwei Verteidigungshandlungen aus der selbstverteidigungsspezifischen Standardsituation Angriff in der Reitposition zu demonstrieren.  

Es soll jeweils eine Verteidigungshandlung gegen einen Atemiangriff, eine Haltetechnik, eine Hebeltechnik sowie eine Würgetechnik demonstriert werden (insgesamt vier Verteidigungshandlungen).