3. Kyu Prüfungsprogramm (grün)

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Mindestalter: 12. Lebensjahr (Jahrgang)

Vorkenntnisse stichprobenartig

Falltechnik
(1 Aktion)

freier Fall (beidseitig)        
Grundform der Wurftechniken *
(5 Aktionen)
Koshi-guruma
Ushiro-goshi
Hane-goshi Sumi-gaeshi Tani-otoshi
Grundform der Bodentechniken *
(2 Aktionen)
Ashi-gatame Ashi-garami      
Anwendungsaufgabe Stand
(7 Aktionen)
  • Die fünf Wurftechniken aus je einer sinnvollen Situationen werfen
  • Wenn Uke sich durch Blocken verteidigt zwei frei wählbare Kombinationen ausführen
Anwendungsaufgabe Boden
(2 Aktionen)
2 unterschiedliche Techniken vom Stand zum Boden
  • als Folgetechnik nach einem missglückten Angriff von Uke,
  • als Fortsetzung eines eigenen missglückten oder teilweise erfolgreichen Angriffs
Randori
(3-5 Randori a`2 min.)
  • Im Standrandori Wurftechniken in sinnvollen Kombinationen und als Konter nach Ausweichen oder Blocken werfen
  • Bodenrandori in Standardsituationen beginnen
Kata
  • Nage-no-kata Gruppe Koshi-waza (nur zu einer Seite)

* eine der Wurftechniken zur anderen Seite, Empfehlung: Koshi-guruma

Lexikon / neue japanische Begriffe

48. Ashi-garami Beugehebel mit Hilfe des Beins
49. Ashi-gatame Armstreckhebel mit Hilfe des Beins (auch des Knies)
50. Hane-goshi Hüftspringwurf, wörtl. „schnellender Hüftwurf“
51. Kata Form
52. Koshi-guruma Hüftrad
53. Nage-no-kata Form des Werfens
54. Sumi-gaeshi Ecken-Kippe
55. Tani-otoshi Talfallzug, „ins Tal stürzen“
56. Ushiro-goshi Hüftgegenwurf
57. Yoko-sumi-gaeshi Seitliche Ecken-Kippe

 

Anwendungsaufgaben der judospezifischen Selbstverteidigung zum 3. Kyu

Seit dem 01.01.2011 gelten im Gesamtbereich des Deutschen Judo Bundes e.V. alternative Wahlmöglichkeiten der judospezifischen Selbstverteidigung zu den Anwendungsaufgaben vom 3. Kyu bis zum 3. Dan für Jugendliche ab dem 13. Lebensjahr und Erwachsene.

Anwendungsaufgabe Umfang
Redaktionelle Änderung (ab März 2011)

Stand

  • 7 Aktionen
  • Drei der fünf Wurftechniekn aus je einer Selbstverteidigungssituation werfen.
  • Zwei Atemitechniken in einer Selbstverteidigungssituation anwenden.
  • Zwei Abwehrtechniken (Blocken) gegen Atemitechniken des Angreifers.
Boden
  • 2 Aktionen
  • Zwei Übergänge vom Stand in die Bodenlage in Selbstverteidigungssituationen anwenden

 

Erläuterungen

Anwendungsaufgabe im Stand

Hane-goshi wird für die Anwendung in der Selbstverteidigung aufgrund der einbeinigen Wurfausführung nicht empfohlen.
Sumi-gaeshi und Tani-otoshi eignen sich besonders für Situationen, in denen die Bodenlage auf Grund des Angriffes unvermeidbar erscheint.
(z.B. Sumi-gaeshi gegen Umklammerungsgriff von vorne mit dem Ziel das Opfer zu Boden zu bringen)

Es können sämtliche Atemitechniken eingesetzt werden. Es ist auf eine für die jeweilige Situation effiziente Ausführung zu achten.
Dies kann (und muss stellenweise) von der Grundform abweichen (z.B. Schlag aus einem ungünstigen Winkel).

Zwei Abwehrtechniken, denen das Prinzip des Blockens zu Grunde liegt, sollen demonstriert werden. Dabei muss Bewegungsenergie der angreifenden Extremität gestoppt werden (z.B. Schienbeinblock gegen Tritt).

Anwendungsaufgabe Boden

Hier geht es darum mögliche Übergänge in die Bodenlage in der Selbstverteidigung an einem Beispiel aufzuzeigen. Im Vordergrund stehen hierbei direkte Übergänge vom Stand in den Boden (z.B. Hadaka-jime).